Theorie:

Entrepreneurship
Entrepreneur (franz. = Unternehmer) ist eine Person, die ein Unternehmen selbstständig und eigenverantwortlich führt. Entrepreneurship ist demnach das Unternehmertum. Es beschäftigt sich vor allem mit dem Gründungsgeschehen oder der Gründung neuer Organisationen.
 
Entrepreneurship ist ein dynamischer Prozess, gekennzeichnet durch:
  • Erkennen und Ergreifen von Marktchancen 
  • Umsetzung dieser Möglichkeit in neuen Unternehmen 
  • Koordinierten Einsatz von Ressourcen 
  • Streben nach Gewinnen 
  • Kalkulierte Übernahme von Risiken
Innovation
Der Begriff bedeutet "Neuerung" oder "Erneuerung", wirtschaftlich im Sinne neuer Ideen und Erfindungen und deren wirtschaftlicher Umsetzung.
 
In die Wirtschaftswissenschaft wurde der Begriff durch Joseph Schumpeter (1883 - 1950) mit seiner Theorie der Innovationen eingeführt. Schumpeter war ein österreichisch-deutsch-amerikanischer Ökonom, der als Theoretiker des Kapitalismus bekannt wurde.

Er charakterisierte dessen Wesen als "schöpferische Zerstörung". Damit ist gemeint, dass Zerstörung ein Teil der Innovation ist, da Neuerungen immer auch vorhergehende Strukturen neu ordnen, ablösen und so Innovationen auf Zerstörung fußen. 
 
 
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Bild 1: Joseph Schumpeter (Quelle: Universität Freiburg, 2007)
 
Innovatorinnen oder Innovatoren sind für Schumpeter "schöpferische Unternehmende", auf der Suche nach neuen Aktionsfeldern. Ihre Triebfedern sind (auf der Innovation beruhende) Monopolstellungen, die innovativen Unternehmenden Pionierrenten verschaffen.

Das sind geldwerte Vorteile, die durch die innovativen Verbesserungen entstehen, zum Beispiel durch die höhere Produktivität einer Prozessinnovation oder durch höhere Monopolpreise einer Produktinnovation.
Festlegen von Unternehmenszielen
Konkrete betriebliche Ziele hängen vor allem von folgenden Voraussetzungen ab:
  • Eigentumsverhältnisse (Privateigentum oder öffentliches Eigentum)
  • Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft oder Planwirtschaft)
  • Einstellung der Managerinnen und Manager und/oder Eigentümerinnen und Eigentümer (z. B. zu sozialen Fragen oder Umweltfragen)
  • Ausmaß der Mitbestimmung der Arbeitnehmenden
 
In der Regel wird die langfristige Gewinnmaximierung als oberstes Ziel gesetzt. Andere Ziele können aber zeitweise das Ziel der Gewinnmaximierung ersetzen oder als Rahmenbedingung in die Zielformulierung eingehen.

Solche Rahmenziele können sein:
 
  • Kostendeckung oder optimale Deckung des Bedarfs bei öffentlichen Betrieben (z. B. Bundesbahn, Müllentsorgung) 
  • Streben nach Marktanteilsvergrößerung oder Umsatzsteigerung
  • Sicherung der Arbeitsplätze (vor allem in Krisenzeiten) 
  • Verpflichtung gegenüber der Familien- oder Firmentradition
  • Verminderung der Umweltbelastung
  • Gewinnen eines positiven Images
Gründungsplanung
Planung bedeutet Treffen von Entscheidungen, die in die Zukunft gerichtet sind - mit anderen Worten: bei der Planung geht es darum, was erreicht werden soll und wie das geschehen soll.
  
Natürlich können, da dies zu umfangreich wäre, nicht sämtliche betrieblichen Bereiche in einem einzigen Plan erfasst werden; es entsteht daher ein System von Teilplänen, die dann zu einem Gesamtplan zusammengefasst werden können.
  
  
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Gute Planung ist wichtig für unternehmerisches Handeln
Bild 2: Notes (Quelle: congerdesign, 2014)
  
Ein Beispiel aus dem täglichen Leben soll zeigen, dass wir im Alltag ähnlich vorgehen:  
Beispiel:
Wenn wir eine Urlaubsreise planen, so wirken mehrere Teilpläne zusammen, die einander natürlich gegenseitig beeinflussen: der Finanzplan enthält das verfügbare Geld und beschränkt damit die möglichen täglichen Ausgaben; der Besichtigungsplan legt fest, welche Gebiete und welche Sehenswürdigkeiten besucht werden sollen; der Reiseplan richtet sich nach den Flug- oder Fahrplänen und legt Abfahrts- und Ankunftszeiten fest.
  
Weitere Pläne, z. B. bezüglich Übernachtungen (im Zug, im Zelt, in der Jugendherberge oder im Hotel), Besuch von Bekannten oder Verwandten (vielleicht dort auch eine Übernachtungsmöglichkeit?) oder sportlicher Aktivitäten sind denkbar.
  
Doch zurück zur betrieblichen Planung:
 
Jede Planung geht von einem Grobziel (Unternehmensziel, meist die langfristige Gewinnmaximierung) aus und detailliert dieses in Form von Feinzielen.

Zunächst werden Informationen zur Vorbereitung der Entscheidung zwischen mehreren Möglichkeiten gesammelt; erst nach einem genauen Abwägen des Für und Wider trifft man die tatsächliche Entscheidung.

Businessplan

Ein Businessplan oder Geschäftsplan ist eine schriftliche Zusammenfassung eines unternehmerischen Vorhabens. Aufbauend auf einer Geschäftsidee werden die Ziele und die dafür notwendige Strategie dargestellt, die mit der Produktion, dem Vertrieb und der Finanzierung eines Produktes oder einer Dienstleistung verbunden sind. Zudem muss er alle betriebswirtschaftlichen und finanziellen Aspekte eines Vorhabens beleuchten.

Ein Businessplan dient einerseits dazu, das eigene Unternehmenskonzept schlüssig darzulegen und ist somit ein Instrument der Planung und der Kontrolle. Andererseits wird ein Businessplan mittlerweile von nahezu allen potenziellen Kapitalgebern verlangt.
Quellen:
Roland, M. (Hrsg.): GEOGRAPHIE. Lehrbrief 9, Dr. Roland GmbH, Auflage 7/2015, Wien
 
Bilder:
Bild 1. Universität Freiburg, 2007
Volkswirtschaftliches Institut, Universität Freiburg, Freiburg im Breisgau, Germany
Joseph_Schumpeter_ekonomialaria.jpg unter CC BY 3.0
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mises,hayek,shumpe.jpg  (21.7.2016)
 
Bild 2. congerdesign, 2014
Foto von congerdesign
notes-514998_1920.jpg_pb unter CC0
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https://pixabay.com/de/notizen-papier-papierkn%C3%A4uel-memo-514998/ (21.7.2016)