Theorie:

  • Fossilien:
Die Beobachtung, dass in älteren Schichten Fossilien gefunden werden, die den heutigen nicht ähneln und die Tatsache, dass es fossile Übergangsformen zwischen verschiedenen Arten gibt, spricht für die Evolutionstheorie.
  
  • Bio-Geografie:
Die Verteilung der Lebewesen auf der Erde kann auf das Bewegen der Kontinente (Kontinental-Drift Theorie) und dem allmählichen Verändern der Arten auf den jeweils voneinander getrennten Kontinenten zurückgeführt werden (z. B. Beuteltiere in Australien).
 
  • Anatomische Beweisen:
Homologe Organstrukturen belegen die gemeinsame Abstammung von Tiergruppen.
  
  • Embryologie:
 
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Abb.1
  
Das biogenetische Grundgesetz ist ein weiterer Beweis für die Evolution der Lebewesen. Der Naturwissenschaftler Ernst Haeckel hat erkannt, dass sich die frühen Embryonalstadien verschiedener Wirbeltiere (z. B. Schildkröte, Vogel, Hund) weitgehend ähneln und sich erst im Laufe der weiteren Embryonalentwicklung auseinander entwickeln. Daraus hat er das biogenetische Grundgesetz abgeleitet: Die Embryonalentwicklung eines Organismus entspricht teilweise einer Kurzfassung der stammesgeschichtlichen Entwicklung der betreffenden Art.
Das bedeutet der Mensch macht während seiner Entwicklung im Mutterleib Stadien durch, die die Art Mensch durchgemacht hat. D. h. der Embryo legt auch Kiemenspalten so wie der Vorfahr der Wirbeltiere, das Lanzett-Fischchen an. Er legt ebenso später einen Schwanz an, so wie der Vorfahr aller Säugetiere. Auch Meeressäuger legen embryonal Kiemen an, die aber wieder zurückgebildet werden; die erwachsenen Tiere müssen zum Luftholen an die Wasseroberfläche.
 
  • Molekularbiologie:
Es zeigt sich, dass es auch biochemische Homologien gibt. Grundlegende Moleküle wie ATP, DNA, RNA usw. sind bei allen Organismen gleich, bzw. ähnlich. Man kann durch biochemische Vergleiche genauso wie durch anatomische Vergleiche Verwandtschaftsstrukturen erkennen
  
  • Rudimente:
sind, im Laufe der Evolution funktionslos gewordene Organe. Beim Menschen z. B. das Steißbein, die Weisheitszähne oder der Muskel, der die Ohrmuschel bewegt (nur bei manchen Menschen vorhanden).
  
  • Atavismen:
nennt man spontan wieder auftretende Organe, die im Laufe der Evolution verloren gegangen sind. Im Gegensatz zu Rudimenten treten Atavismen nur ganz selten auf. Beim Menschen sind das spezielle Halsfisteln als Reste von Kiemenspalten, zusätzliche Brustwarzen oder Schwimmhäute. 

Wichtig!
Es gibt viele Phänomene in der Natur, die sich unter anderem durch das Wirken der Evolution sehr gut erklären lassen.
 
Quellen:
Ruso, Bernhart. 2011. BIOLOGIE. Skriptum. Wien: Dr. Roland GmbH, 2011. 3.Auflage
Abbildung 1: http://www.merke.ch/biografien/biologen/baer_embryos.php (20.07.2016)