Theorie:

Zwei wichtige Vertreter der Proteine
Insulin
 
Das erste Protein, dessen Aminosäure-Sequenz (ca. 1954) aufgeklärt wurde, ist das Insulin. Es ist mit nur 51 Aminosäuren ein sehr kleines globuläres Protein. Es besteht aus zwei Peptidketten, die über Disulfid-Brücken miteinander verbunden sind. Es besitzt sowohl α-Helices als auch ein β-Faltblatt.
 
Insulin_1AI0_animation.gif
 
Insulin wird von den β-Zellen der Langerhans-Inseln in der Bauchspeicheldrüse gebildet und senkt den Blutzuckerspiegel. Insulin hat Gegenspieler, z.B. das Glucagon, das den Blutzuckerspiegel erhöht.
 
Hämoglobin
 
Hämoglobin ist ein Proteinkomplex, der aus vier Untereinheiten besteht, zwei sogenannten α-Ketten und zwei β-Ketten. Seine quartäre Struktur ist gut erforscht.
 
Haemoglobin.png
 
Jede der vier Untereinheiten besitzt eine prostethische Gruppe, das Häm, die ein Eisenion \(Fe^{2+}\)enthält und an dem je ein Sauerstoff-Atom gebunden werden kann.
Eine prothetische Gruppe ist ein organisches Molekül, das kovalent oder mit hoher Affinität an ein Enzym gebunden ist.
Zu diesen Cofaktoren, welche für die Funktionalität vieler Enzyme unerlässlich sind, gehören neben den prosthetischen Gruppen auch Coenzyme, die nach der Katalyse wieder dissozieren, sowie einige Metall-Ionen.
 
Hämoglobin ist Bestandteil der roten Blutkörperchen, die Sauerstoff im Blut tranportieren. Auch das Hämoglobin zählt - wie der Name sagt - zu den globulären Proteinen. Die Silbe Häm kommt aus dem Griechischen und heißt Blut.
 
Quellen:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Insulin_1AI0_animation.gif (02.07.2016)
https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4moglobin#/media/File:1GZX_Haemoglobin.png (02.07.2016)