Theorie:

Veränderungen des Klimas hat es schon immer gegeben. Zu beachten sind dabei aber langfristige Veränderungen und extreme Entwicklungen, da diese schwerwiegende Folgen für Mensch, Wirtschaft und Umwelt haben können.
 
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Abb. 1: Ein Wirbelsturm vom Weltraum aus gesehen.
 
 
Die Ursachen für den Klimawandel lassen sich in drei Gruppen gliedern:
  • Natürliche interne Klimaschwankungen, das sind natürliche Prozesse innerhalb des Klimasystems. Sie sind beispielsweise bedingt durch die ozeanische Zirkulation im Zusammenwirken mit der Atmosphäre (z.B. die El-Nino-Southern-Oscillation) oder durch Schwankungen in der Atmosphäre.
  • Natürliche externe Antriebsfaktoren, das sind natürliche Einflüsse, die von außen aufs Klimasystem einwirken. Dazu zählen Einflüsse der Sonne (z. B. Schwankungen der Solarstrahlung durch Sonnenaktivität) oder Vulkanausbrüche.
  • Anthropogene externe Antriebsfaktoren, das sind vom Menschen gemachte Einflüsse von außen, z.B. Emission von Treibhausgasen, Umwandlung von Naturlandschaften in Kulturlandschaften.

Da die natürlichen Ursachen nicht beeinflussbar sind, richtet sich das Augenmerk nun ganz auf die anthropogenen Faktoren. Hier geht es vor allem um den Treibhauseffekt, der zur globalen Erwärmung führt oder führen kann.

Die hauptsächliche Ursache der steigenden Temperatur liegt (nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Verständnis "sehr wahrscheinlich") in der Verstärkung des natürlichen Treibhauseffektes durch menschliches Einwirken

Der natürliche Treibhauseffekt wird vor allem verstärkt durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe, die zunehmende Entwaldung sowie Land- und Viehwirtschaft. Dadurch wird das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) - ebenso wie weitere Gase wie Methan und Lachgas - in der Atmosphäre angereichert.
  
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Abb. 2: Kohlekraftwerk - der Treibhauseffekt entsteht u.a. durch das Verbrenne fossiler Rohstoffe.


Diese Gase verändern den Strahlungsantrieb der Atmosphäre und sorgen so dafür, dass weniger Wärmestrahlung von der Erdoberfläche in das Weltall abgestrahlt werden kann.

Bis zum Jahr 2100 wird, abhängig vom künftigen Treibhausgasausstoß (und der tatsächlichen Reaktion des Klimasystems darauf = "Klimasensitivität"), eine Erwärmung um 1,1 bis 6,4 °C erwartet. Damit wäre eine Vielzahl weiterer Folgen verbunden, darunter eine verstärkte Gletscherschmelze, ein steigender Meeresspiegel, verändertes Auftreten von Niederschlägen und zunehmende Wetterextreme
  
 
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Abb. 3: Zu den Folgen der Erderwärmung zählt eine verstärkte Gletscherschmelze.

 
 
Quellen:
Roland, M. (Hrsg.): GEOGRAPHIE. Lehrbrief 10, Dr. Roland GmbH, Auflage 3/2016, Wien
https://pixabay.com/de/hurrikan-frances-916500/ (10.10.2016)
(10.10.2016)https://pixabay.com/de/kohlekraftwerk-gefeuert-rybnik-308316/
https://pixabay.com/de/alaska-gletscher-eis-kalben-566722/ (10.10.2016)