Theorie:

 
Eine Summe mehrerer Monome nennt man ein Polynom.
Beispiel:
Polynome sind beispielsweise
3x2y−7xy
ax2+bx+c
13x3+2x2y−xy2+12y3
 x+5x−13x+2y
Monome, die ein Polynom bilden, nennt man Glieder des Polynoms.  
Beispiel:
Glieder des Monoms 2x2y+3xy−2 sind 2x2y, 3xy und \(- 2\).
Beispiel:
Wir wollen die Koeffizienten und Grade der Glieder des Monoms 4a2b−ba+12 bestimmen:
 
Glied des Polynoms
4a2b
−ba
  \(12\)  
Koeffizient des Gliedes
\(4\)
\(- 1\)
  \(12\)  
Grad des Gliedes
\(3\)
\(2\)
\(0\)
 
 
 
 
 
 
 
Wenn der Koeffizient nicht angezeigt ist, ist sein Wert \(1\).
 
Die Glieder des Monoms nennt man gleichartig, wenn ihre veränderlichen Faktoren (also die Kombinationen von Variablen) gleich sind.
Gleichartige Glieder eines Polynoms werden addiert, indem man ihre Koeffizienten addiert.
 
Beispiel:
Die gleichartigen Glieder des Monoms 3x2y+2x2y−2xy+yx2+4−3 sind 3x2y;2x2y;yx2.
Auch \(4\)  und  \(- 3\), die keine veränderlichen Faktoren haben, sind gleichartig.
Nachdem wir alle gleichartigen Glieder des Polynoms addiert haben, erhalten wir:
3x2y¯+2x2y¯−2xy+yx2¯+4−3 = 6x2y−2xy+1
 
Ein Polynom ist in seiner Normalform aufgeschrieben, wenn alle gleichartigen Glieder addiert und in Normalform angegeben sind. 
 
Beispiel:
Wir schreiben das Polynom 6+10x2yx−6xyx⋅x+3x2y−4 in seiner Normalform auf:
 
1. Die Glieder des Polynoms werden in einer Normalform dargestellt.
6+10x2yx¯−6xyx⋅x¯+3x2y−4=6+10x3y−6x3y+3x2y−4=
 
 
2. Die gleichartigen Glieder werden gefunden und addiert.
=2+4x3y+3x2y=
 
4. Die Glieder werden nach Potenzen einer der Variablen (z.B. \(x\)) geordnet, dabei beginnt man mit dem Glied mit der höchsten Potenz.
=4x3y+3x2y+2
Der Grad eines Polynoms ist der höchste bei seinen Gliedern vorkommende Grad.
 
Beispiel:
Wir bestimmen den Grad des Polynoms 3a4b2−2a3b2+ab2−ab+2.
 
Glieder des Polynoms
3a4b2−2a3b2a1b2−a1b12a0
Grad des Gliedes
\(4 + 2 = 6\)
\(3 + 2 = 5\)
\(1 + 2 = 3\)
\(1 + 1 = 2\)
    \(0\)
 
Das gegebene Polynom hat also sechsten Grad.