Theorie:

Ein Flaschenzug ist eine kraftumformende Vorrichtung, die man zum Anheben schwerer Lasten anwendet.
Ein Flaschenzug besteht aus einer oder mehreren Umlenkrollen, die an Achsen drehbar befestigt sind. Durch die Umlenkrollen läuft ein Seil, an dem die Last befestigt ist.
 
Man unterscheidet zwei Typen:
1. Flaschenzüge mit festen Umlenkrollen
2. Flaschenzüge mit beweglichen Umlenkrollen
  
Bei der festen Umlenkrolle ist die Achse der Umlenkrolle befestigt. In diesem Fall gibt es keine Kraftersparnis, es ändert sich jedoch die Richtung der Kraft:
  
T_01_B.png
Flaschenzug mit fester Umlenkrolle (Gewichtskraft \(P\) und Zugkraft \(F\))
 
Bei der beweglichen Umlenkrolle bewegt sich die Rolle mit der Last, wodurch nur die halbe Kraft benötigt wird (dafür erfolgt die Bewegung langsamer).
 
T_01_a.png
Flaschenzug mit beweglicher Umlenkrolle (Gewichtskraft \(P\) und Zugkraft \(F\))
 
Oft werden bei schematischen Darstellungen die Gewichte nicht extra eingezeichnet sondern nur durch ihre Kräfte beschriftet.
 
Beispiel:
Wenn die Last \(100\) \(N\) wiegt, braucht man für deren Aufhebung mithilfe der einer festen Umlenkrolle eine Kraft von \(100\) \(N\), mit einer beweglichen Umlenkrolle braucht man \(50\) \(N\).
 
Wichtig!
Obwohl man mithilfe einer beweglichen Umlenkrolle Kraft, die für die Aufhebung der Last nötig ist, einspart, muss man dieselbe Arbeit verrichten, wie im Fall der festen Rolle!
Verbindet man eine feste und eine lose Umlenkrolle, erreicht man nicht nur die Veränderung der Richtung der angelegten Kraft, sondern auch die Einsparung an die Kraft.
 
Beispiele der Anwendung von Flaschenzügen:
 
svira-piemērs_1.jpg
Seilwinde eines Bootes
 
trīsis-piemērs-2.jpg
Hebelkräne
 
trīsis-piemērs-3.jpg
Lifte und Aufzüge