Theorie:

(1832 - 1910) Björnstjerne Björnson
Björnstjerne_Björnson_porträtt_wikipedia.jpg
  
  
Neben Ibsen übte sein Landsmann Björnson nachhaltigen Einfluss auf die deutsche Literatur aus. Er war nicht ausschließlich Dramatiker, sondern auch Epiker.
  
Weil er vor allem ein Schilderer norwegischer Eigenart war, konnte er sich in der Weltliteratur keine so bedeutsame Stellung erwerben wie sein größerer Freund Ibsen.
 
1903 wurde er dennoch mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt. Als bedeutendstes seiner Stücke gilt "Über die Kraft".
 
Sigrid Undset (1882 - 1949)
In ihrem umfangreichen Roman "Kristin Lavranstochter" gibt die norwegische Dichterin eine umfassende Darstellung des Bauernlebens aus dem mittelalterlichen Norwegen, wobei sie sich auch nicht scheut, in die Niederungen des Lebens herabzusteigen und das Hässliche in breiter Form zu schildern.
 
Sigrid_Undset_at_Bjerkebæk_wikipedia.jpg
 
 
Zu den norwegischen Dichtern tritt noch der schwedische Dramatiker
 
August Strindberg (1849 - 1912)
Bedeutender als sein Werk wirkte die Persönlichkeit dieses ringenden Menschen selbst auf die Weltliteratur ein: vom Empörer und fanatischen atheistischen Wahrheitssucher wird er schließlich zum Mystiker und Gottsucher.
 
AugustStrindberg_wikipedia.jpg
 
 
Ursprünglich als Realist und Naturalist in der unmittelbaren Nachfolge Ibsens stehend, schrieb er seine naturalistischen Dramen "Der Vater" und elf Einakter, darunter "Fräulein Julie". Von besonderer Wirkung waren die Darstellungen aus seinem eigenen Leben: "Der Sohn einer Magd", "Die Beichte eines Toren".
 
Alle seine Werke zeigen ihn als unheimlich scharfen Beobachter und Deuter des Seelenlebens.
 
Stringberg gilt auch als Vorläufer des Symbolismus und des Expressionismus; die ersten Ansätze zur existenzialistischen Dramatik eines Jean Paul Sartre und zum Surrealismus der Modernen finden wir ebenfalls schon in Strindbergs Werken.
 
August_Strindberg_by_Edvard_Munch_wikipedia.jpg
Portrait Strindbergs von Edvard Munch
 
Mit diesen angeführten Dichtern ist der skandinavische Einfluss auf die deutsche Literatur noch keineswegs erschöpft, denn in keinem anderen Lande hatte der Naturalismus so starke Lebenskraft wie gerade in den nordischen Staaten.
 
 
Quellen:
Schenk, I. (2015): DEUTSCH. Lehrbrief 26, Dr. Roland GmbH, 2. Auflage, Wien
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Björnstjerne_Björnson_porträtt.jpg (9.5.2016)
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sigrid_Undset_at_Bjerkebæk.jpg (9.5.2016) 
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:AugustStrindberg.jpg (9.5.2016) 
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:August_Strindberg_by_Edvard_Munch.jpg (9.5.2016)