Theorie:

Die Erwerbstätigenstruktur
Einen wichtigen Aufschluss über die Struktur der Bevölkerung eines Staates ergibt ihre Gliederung nach ihrer wirtschaftlichen Zugehörigkeit ("sozioökonomische Gliederung").
 
Nach den letzten Volkszählungen ergab diese Aufteilung der Erwerbstätigen nach Wirtschaftssektoren folgendes Bild (in Prozenten):
 
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Abb. 1: Aufteilung der Erwerbstätigen nach Wirtschaftssektoren
 

Die Anzahl der in der Land- und Forstwirtschaft Beschäftigten hat nicht zuletzt infolge der Mechanisierung seit 1980 besonders stark abgenommen. Davon waren vor allem der Norden (Wald- und Mühlviertel) und der Südosten (Burgenland) betroffen. Industrie und Gewerbe konnten einen lange andauernden Aufschwung verzeichnen, verlieren jedoch jetzt wieder an Bedeutung. Bei den Dienstleistungen gab es hingegen deutliche Zuwächse an Arbeitsplätzen. Von den zusätzlich angebotenen Arbeitsplätzen wurden nur etwa 10 % in Industrie und Gewerbe, aber 90 % im Dienstleistungsbereich geschaffen.
 
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Abb. 2: Der Dienstleistungssektor beschäftigt in Österreich mit Abstand die meisten Erwerbstätigen.
 
Durch die technischen, wirtschaftlichen und demografischen Veränderungen fordert die Zukunft von jedem einzelnen Menschen eine vergrößerte Bereitschaft zur Mobilität. Arbeitsplatzwechsel, Berufswechsel, Umschulung, Weiterbildung und Reisebereitschaft werden verstärkt den zukünftigen beruflichen Werdegang kennzeichnen. Die soziale und berufliche Mobilität ist aber in Österreich noch sehr beschränkt gegeben.
 
Quellen:
Abb. 1: http://www.statistik.at/web_de/statistiken/bevoelkerung/volkszaehlungen_
registerzaehlungen/erwerbspersonen/021116.html (04.08.2016)
Abb. 2: http://www.kompetenz-werkstatt.at/s/cc_images/cache_3084295.jpg?t=1351846587 (04.08.2016)