Theorie:

Für Österreich ist das atlantisch beeinflusste mitteleuropäische Übergangsklima, das im Osten an das binnenländisch beeinflusste pannonische Klima grenzt, charakteristisch. Weite Teile Österreichs liegen im Bereich vorherrschender Winde aus dem Westen und Nordwesten, die auch ausreichend Niederschläge bringen. Die ausreichenden Niederschläge nehmen nach Osten hin deutlich ab, genauso wie ihre jahreszeitliche Verteilung im Westen gleichmäßiger als im Osten ist.
 
Innerhalb Österreichs lassen sich nach den Niederschlagsmengen, nach der Dauer der Schneedecke und dem Frühlingsbeginn vier Klimabereiche unterscheiden: Mitteleuropäisches Übergangsklima, Pannonisches Klima, Illyrisches Klima und Alpines Klima.
  
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Abb. 1 Klimaprovinzen Österreichs
 
Das mitteleuropäische Übergangsklima
Das mitteleuropäische Übergangsklima herrscht im größten Teil des Granit- und Gneishochlandes vor. Das Alpenvorland und die Randzonen der Nordalpen stehen unter dem Einfluss des feucht-gemäßigten mitteleuropäischen Übergangsklimas.
Kennzeichen des mitteleuropäischen Übergangsklimas sind geringe jährliche Temparaturschwankungen, Jahresmitteltemparaturen um 8° C sowie Niederschläge zu allen Jahreszeiten mit dem Maximum im Sommer.
 
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Abb. 2: Landschaft im vom mitteleuropäischen Übergangsklima geprägten Granit- und Gneishochland
 
Das pannonische Klima
Dem Bereich des kontinental geprägten, schneearmen pannonischen Klimas gehören das Karpatenvorland, das Wiener Becken und die Neusiedler Bucht an. In diesen Regionen gibt es nur wenig Niederschlag und hoheTemparaturen im Sommer. Reichliche Luftbewegungen fördern Verdunstung und führen zur Austrocknung der Böden. Die warme Jahreszeit umfasst hier etwa fünf bis sieben Monate.
 
Das illyrische Klima
Die illyrische Klimaprovinz ist der pannonischen sehr ähnlich. Sie tritt vor allem im südöstlichen Vorland auf und ist durch hohe Niederschläge im Sommer (feuchte Luftmassen aus dem Adriaraum und häufige Gewitter) und weniger Temperaturextreme gekennzeichnet. Geschützt durch die Alpenbarriere weist die Region eine sehr hohe Anzahl an Sonnenstunden und Sommermittel von über 20° C auf.
 
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Abb. 3: Weinbau ist in der illyrischen Klimaprovinz weit verbreitet
 
Das alpine Klima
Das alpine Klima ist besonders in den Gebirgstälern und -becken vorzufinden. Typisch sind warme Sommer, Strahlungswetter und Kaltluftseen im Winter. Lokale Einflüsse können jedoch große Unterschiede hervorrufen. Das beständige Schönwetter bringt im Hochgebirge oft eine herbstliche Hochdrucklage ("Altweibersommer").
 
Quellen:
Abb. 1: http://heltschl.org/7//72/_MULL/klimagebiete_oe.JPG (17.05.2016),
Abb. 2: https://de.wikipedia.org/wiki/Granit-_und_Gneisplateau#/media/File:Blockheide_01.jpg (17.05.2016)
Abb. 3: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sausal_vineyard_landscape.jpg (17.05.2016)