Theorie:

Die Gleichung x−x02+y−y02=R2 beschreibt den Kreis mit dem Mittelpunkt x0;y0 und mit dem Radius \(R\).
Die vektorielle Form dieser Gleichung ist r→−r0→=R, wobei r→ der Ortsvektor eines Punktes des Kreises, r0→ der Ortsvektor des Mittelpunktes des Kreises, und \(R\) der Radius ist.

Herleitung:
Man bestimmt alle Punkte x;y, die im Abstand \(R\) vom Mittelpunkt x0;y0 liegen (das ist schließlich die Definition der Kreislinie).
Aus der Formel für die Berechnung des Abstands zwischen zwei Punkten bekommt man für all diese Punkte
x−x02+y−y02=R.
Durch Quadrieren der Gleichung bekommt man die Kreisgleichung in ihrer typischen Form (ohne Wurzel).
 
Die vektorielle Form bekommt man folgendermaßen:
Ist der Ortsvektor eines beliebigen Punktes des Kreises r→ und der Ortsvektor des Mittelpunktes ist r0→, dann ist der Vektor vom Mittelpunkt zum gegebenen Punkt gleich r→−r0→. Der Abstand ist gleich \(R\), d.h. die Länge oder der Betrag dieses Vektors ist gleich \(R\): r→−r0→=R.
 
Wichtig!
Liegt der Mittelpunkt des Kreises im Koordinatenursprung, sind die Koordinaten des Mittelpunktes 0;0 und sein Ortsvektor r0→=0→. Die entsprechenden Gleichungen des Kreises sind x2+y2=R2 und r→=R.